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Ort der Begegnung und des Lernens PDF Drucken
Donnerstag, 15. Dezember 2011

Gronau - Es soll ein Kinder- und Jugendtreff sein, eine Begegnungsstätte und ein Ort des Lernens für die Zukunft: Mit vielen guten Wünschen, Fürbitten und Hoffnungen versehen, wurde am Samstag das neue Jugendzentrum der syrisch-orthodoxen Kirchengemeinde St. Jesaja an der Zollstraße eröffnet. Im Beisein zahlreicher Vertreter aramäischer Kulturverbände, syrisch-orthodoxer Würdenträger und von befreundeten Kirchengemeinden durchschnitten im Rahmen eines Festaktes Landrat Dr. Kai Zwicker, der stellvertretende Bürgermeister Rainer Doetkotte und der Erzbischof der syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochien in Norddeutschland, Mor Julius Dr. Hanna Aydin, das Band zum Eingang in den nach etwa zweijähriger Planungs- und Bauphase fertig gestellten Neubau. 

Als ein modernes Gebäude, das „für die Zukunft gebaut wurde“, lobte Erzbischof Aydin das Projekt. Er sei nicht nur froh, „sondern glücklich und überglücklich“. Es sei hervorragend, was hier von einer kleinen Gruppe erreicht worden sei, meinte er. Das Projekt könne Beispiel und Vorbild sein für viele. Die Unterstützung und Beteiligung durch Gemeinde und Kreis sehe er als „Zeichen für unsere Integrität“. 

Landrat Zwicker lobte die „weitsichtige Entscheidung, sich in das gesellschaftliche Leben in Gronau und im Kreis Borken einzubringen“. Als gebürtiger Gronauer verfolge er mit Interesse die positive Entwicklung der aramäischen Gemeinde, daher gratuliere er auch persönlich ganz herzlich.

Rainer Doetkotte übermittelte die besten Wünsche von Verwaltung und Rat der Stadt und erklärte, Kirchengemeinde und Kulturverein der Aramäer seien „längst feste Bestandteile des vielfältigen kulturellen Lebens unserer Stadt“ geworden. Beispielhaft nannte er die Aktion „Viele Kulturen - ein Verein“ und das aramäische Engagement im Integrationsausschuss der Stadt.

Der Vorsitzende des syrisch-orthodoxen Kirchenrates, Ibrahim Savci, dankte den vielen ehrenamtlichen Helfern, die das Projekt durch Mitarbeit oder finanzielle Unterstützung möglich gemacht hatten, wie auch der Stadt Gronau, die das benötigte Grundstück „für weniger Kosten, als man das woanders vielleicht bekommen hätte“, zur Verfügung gestellt habe. Intention des Projektes sei „auf keinen Fall Abschottung gegenüber anderen Kulturen oder Nationalitäten“, versicherte er. Die Gemeinde sei auf einem guten Weg. „Unsere Integration ist weitgehend gelungen.“

Quelle: Wesfälische Nachrichten