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„Germany Meets Turkey: A Forum for Young Leaders“ PDF Drucken
Samstag, 08. Oktober 2011

Bundesverband der Aramäer beim Forum: „Germany Meets Turkey: A Forum for Young Leaders“ in Berlin

Das „Institute for Cultural Diplomacy“ (ICD) veranstaltete vom 05. bis 09. September 2011 bereits zum vierten Mal die Veranstaltung „Germany Meets Turkey: A Forum for Young Leaders“ in Berlin. 40 Akademiker folgten der Einladung des Instituts und setzten sich fünf Tage lang mit dem Thema „Multiculturalism in the 21st Century and its Reality in Germany“ auseinander. Der Bundesvorstand des Dachverbands der Aramäer in Deutschland (FASD) war durch Herrn Simon Marogi vor Ort vertreten.

 Das Hauptaugenmerk der Veranstaltung "Germany Meets Turkey: A Forum for Young Leaders" liegt darauf, ein Netzwerk junger Führungskräfte aufzubauen, welches sich verpflichtet, den Aufbau und Erhalt von dauerhaften Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei in den Bereichen Politik, Wissenschaft, Medien, Wirtschaft und Kultur, zur Stärkung der bilateralen Beziehungen zu entwickeln. Das Netzwerk wird durch eine Vielzahl von laufenden Aktivitäten unterstützt. Als eigenständig entwickeltes und organisiertes Programm bietet das Forum eine einzigartige Plattform, um auf breiter Ebene die deutsch-türkischen Beziehungen in kultureller und politischer Hinsicht zu vertiefen. Das Programm wurde begleitet von Vorlesungen, Seminaren, Debatten und Podiumsdiskussionen. Bekannte Persönlichkeiten aus der nationalen Politik, Diplomatie, Wissenschaft und Zivilgesellschaft referierten während des Forums.

Der erste Vortrag erfolgte von Memet Kilic, MdB, Mitglied im Innenausschuss, Obmann der Fraktion B’90/DIE GRÜNEN im Petitionsausschuss und Sprecher für Migrations- und Integrationspolitik. Er sprach im Allgemeinen über die Deutsch-Türkischen Beziehungen, angefangen von historischen Ansichten bis hin zur aktuellen politischen Lage. Nach seinem Vortrag sprach er mit dem Vertreter der FASD offen über die bedenkliche Entwicklung der Minderheitenpolitik der Türkei am Beispiel der aramäischen Minderheit. Simon Marogi machte den Bundestagsabgeordneten ganz besonders auch auf die Enteignungsverfahren rund um das Kloster Mor Gabriel aufmerksam und informierte umfassend über menschenrechtliche Situation der Aramäer in der Türkei.

Es folgten weitere interessante Referate, wie zum Beispiel von Prof. Dr. Uli Brückner (German-Turkish Economic Relations), Prof. Dr. H. Kramer (German national identity and multiculturalism in historical perspective) sowie Prof. Dr. Rolf Hepp (German Education Policy: Necessary changes?).

Der Bundesverband der Aramäer in Deutschland konnte durch die erneute Teilnahme und die zahlreichen Gespräche einen wichtigen Beitrag leisten, den Standpunkt der Aramäer in die Diskussionsrunden einfließen zu lassen und den Blickwinkel der Teilnehmer, vor allem der der Referenten, auch auf die problematische Situation der aramäischen Gemeinschaft in der Türkei zu lenken.

Heidelberg, 10.10.11
Der Bundesvorstand
Föderation der Aramäer in Deutschland