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96. Gedenktag des Völkermords an den Armeniern und Aramäern PDF Drucken
Montag, 02. Mai 2011

Am 24. April vor 96 Jahren wurde die armenische Elite im Osmanischen Reich festgenommen. Dies war der Startpunkt für einen grausamen und systematisch geplanten Völkermord. Der Dachverband der Aramäer in Deutschland gedenkt der Opfer dieser genozidalen Politik und war bei den Gedenkveranstaltungen in Köln und Berlin vertreten. Für die aramäische Gemeinschaft in Deutschland ist eine Teilnahme an diesen Gedenkveranstaltungen ein sehr wichtiges Anliegen.


Unsere Gemeinschaften waren in der alten Heimat eng und freundschaftlich verbunden. Es gab weniger erfolgreiche Versuche uns gegenseitig auszuspielen und dennoch haben beide Gemeinschaften das Schicksal erleiden müssen, das diese in der angestammten Heimat aufgrund der Homogenisierungspolitik in der Türkei jetzt keine Rolle mehr spielen und ihre Anzahl verschwindend gering ist.

In der Diaspora, in der die Armenier und Aramäer frei dieser Fesseln sind und nun in Freiheit und Demokratie sich entwickeln können, ist es nun an uns, die Zusammenarbeit unserer Gemeinschaften zu verstärken. Wir müssen unsere Erfahrungen in die gemeinsame europäische Erinnerung einbringen - gegen die Widerstände für unsere Erinnerung einen Rahmen einfordern, der unsere Opfer nicht vergessen lässt.

Wir danken der Armenischen Gemeinde Köln und der Armenischen Gemeinde zu Berlin, mit denen wir seit einigen Jahren verbunden sind, dafür, dass sie an unserer Seite, in der vom türk. Staat initiierten Prozesswelle gegen die aramäischen Klöster allen voran Mor Gabriel, die Stimme erheben. Uns eint Vertrauen und Verlässlichkeit.

Heidelberg, 24. April 2011
Der Bundesvorstand