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FASD beim Forum „Kulturbrücken in Deutschland PDF Drucken
Mittwoch, 22. September 2010

Das „Institute for Cultural Diplomacy“ (ICD) veranstaltete vom 16. bis 21. August 2010 in Berlin bereits ihr zweites Forum „Kulturbrücken in Deutschland: Ein Forum für Young Leaders“. Die mit ca. 50 Akademikern gut besuchte Veranstaltung setzte sich eine Woche lang mit dem Thema „Eine Version für Deutschland – Neue Perspektiven der nationalen und internationalen Herausforderungen“ auseinander. Der Bundesvorstand der Föderation der Aramäer in Deutschland (FASD) war durch Herrn Simon Marogi vor Ort vertreten gewesen.

 

Die eigentliche Idee des ICD besteht in diesem Forum darin, den Teilnehmenden das Konzept der Kulturellen Diplomatie näher zu bringen und gemeinsam die Chancen und Herausforderungen der kulturellen Vielfalt in Deutschland zu diskutieren. Das Programm „Kulturbrücken in Deutschland: Ein Forum für Young Leaders“ wurde entworfen, um aufzuzeigen, in welchen Problemfeldern und Zusammenhängen innerhalb Deutschlands Kulturelle Diplomatie hilfreich sein kann. Die derzeitigen Diskussionen in den Medien verdeutlichen sicherlich die Notwendigkeit eines Dialoges zwischen den verschiedenen Kulturen innerhalb Deutschlands.

 

Das einwöchige Program ließ wenige Wünsche offen. Neben gut organisierten Exkursionen zum Auswärtigen Amt, dem Bundestag, der Afghanischen Botschaft, dem Pergamon Museum sowie der Zentrale für internationale Friedenseinsätze hatten die Teilnehmer die Möglichkeit interessante Referenten zu hören. Der renommierte Jurist Prof. Dr. Joachim Vergau, u.a. fünf Jahre lang deutscher Botschafter in Ankara, hielt einen lebendigen Vortag zur Rolle Deutschlands in den Vereinten Nationen. Die Eminenzen der Iranischen und Afghanischen Botschaft zeigten uns eine andere Sicht auf die Begebenheiten in deren Ländern. Fern von den Meinungen der westlichen Medien skizzierten sie ein sehr persönliches Bild der derzeitigen Situation und Prof. Dr. Sven Chojnaki von der Freien Universität Berlin, referierte über die neuen Kriege in dieser Welt, aufgrund jener sich natürlich auch die Flüchtlingsströme in Europa verändern. Der Vortrag zum Thema Islam im Westen, sorgte zum Abschluss des Seminars für eine sehr spannende Diskussion, insbesondere die Frage einer möglichen Integration wurde erörtert.

Sicherlich wird es auch in Zukunft sehr wichtig sein, dass wir Aramäer an solchen Foren teilnehmen, um vor einem interessierten Publikum die aramäisch-deutschen Standpunkte, in Bezug auf Integration, Bildung, Sprache und Identität artikulieren zu können.